Benachrichtigung ist da

Wenige Wehrpflichtige erhalten eine Benachrichtigung, dass sie als Ersatz für Ausfälle kurzfristig einberufen werden können. Dieses Schreiben, das üblicherweise als „einfacher Brief“ kommt, hat Auswirkungen auf einen nach Erhalt der Benachrichtigung gestellten KDV-Antrag, denn er hat gegenüber einer möglicherweise folgenden Einberufung zur Bundeswehr zunächst keine aufschiebende Wirkung.

Konkret heißt das für dich: Erhälst du eine Vorbenachrichtigung und willst kein weiteres Risiko eingehen, gibst du noch am selben Tag deinen KDV-Antrag persönlich beim Kreiswehrersatzamt ab und lässt dir den Eingang bestätigen.

Du erwähnst mit keinem Wort die Vorbenachrichtigung. Später behauptest du anhand deiner KDV-Eingangsbestätigung, dass du den KDV-Antrag vor dem Erhalt der Vorbenachrichtigung gestellt hast. Das Kreiswehrersatzamt müsste nun das Gegenteil beweisen, was es nicht kann, da es einen normalen Brief an dich abgesandt hat und die Zustellung dauern kann.

Wenn du „gute Nerven“ hast, kannst du abwarten, ob tatsächlich jemand ausfällt, für den du einspringen musst. Wenn du nicht einberufen wirst gilt:

In der Ausfallbenachrichtigung ist ein Termin genannt, bis zu dem du den endgültigen Einberufungsbescheid erhalten musst. Verstreicht dieser Termin, ohne dass der Einberufungsbescheid kommt, gilt für einen danach gestellten KDV-Antrag wieder die aufschiebende Wirkung gegenüber einer Einberufung zur Bundeswehr.



Created: 21.08.2000 Updated: 14. 11. 2000